Seit einem halben Jahrhundert leistet die Kläranlage nordöstlich von Ober-Roden wertvolle und unverzichtbare Dienste rund um das Stichwort „Öko-Balance“. Das Jubiläum nehmen die Kommunalen Betriebe der Stadt Rödermark zum Anlass, einen informativen und kurzweiligen Tag der offenen Tür zu organisieren. Auf dem Gelände in der Feldgemarkung Richtung Rollwald sind Besucher am Samstag, 21. September, von 11 bis 15 Uhr willkommen.
Interessantes zur Historie, Rundgänge mit sachkundigen Referenten (ab 11.30 Uhr im 30-Minuten-Takt), ein Blick auf die Herausforderungen der Zukunft, bunte Farbtupfer sowie Bewirtung mit Speis und Trank: Darauf dürfen sich die Besucher freuen.
„Wasser ist Vielfalt. Unser wichtigstes Lebensmittel bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen, dient der Erholung und Freizeitgestaltung, ist ein unverzichtbarer Grundstoff für Industrie und Wirtschaft. Deshalb wollen wir zeigen, welche hochkomplexen Systeme erforderlich sind, damit rund um die Uhr die Reinigung des anfallenden Schmutz- und Regenwassers zum nachhaltigen Schutz unserer Umwelt sichergestellt werden kann“, heißt es im Einladungsschreiben der KBR im Vorfeld des Fest- und Aktionstages.
Wie das Abwasser von den Haushalten zur Kläranlage gelangt, welche Reinigungsstufen es dort durchläuft und welche Grenzwerte beim Einleiten des gesäuberten Wassers in die Rodau zu beachten sind: Das alles und vieles mehr im Hinblick auf aktuelle Anforderungen und Wetterphänomene (Stichworte: Starkregen, Kanalnetz) erfahren die Gäste, wenn auf das 50-jährige Bestehen zurückgeblickt und angestoßen wird.
„Die Ansprüche an die Arbeit und die Leistungen der Kläranlage werden weiter wachsen. Wir planen deshalb für die kommenden Jahre einen optimalen Ausbau. Folglich wird am Tag der offenen Tür auch der dort zu erlernende Ausbildungsberuf im Fokus stehen. Potenzielle Bewerber sollen neugierig gemacht werden“, erläutern die Programmplaner.
Im Klartext: Auch junges Publikum ist gern gesehen. Eine Kunstaktion verspricht optische Akzente der besonderen Art. Zu Gast sind kreative Köpfe der IG Farbschicht, einer Interessengemeinschaft für Graffiti- und Street-Art-Künstler. Die Gruppe wird die Eindicker-Türme am Haupteingang besprühen. Farbenfroh sollen sie zum Ausdruck gebracht werden, die verschiedenen Etappen auf dem Weg vom schmutzigen zum sauberen Wasser.
Eine Bitte der Organisatoren: Wer es einrichten kann, sollte umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Gelände der Kläranlage kommen. Parkplätze für Fahrzeuge in großer Zahl, die starkes Besucherinteresse „bedienen“ könnten, sind dort nicht vorhanden.